Prostatakrebs

Über Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom (abgekürzt PCa, Karzinom: lateinisch für Krebs) ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern im Alter über 50. PCa ist nach dem Lungenkrebs der zweithäufigste, tödlich verlaufende Krebs. Er ist jedoch nicht in jedem Fall tödlich. Ungefähr 20-40% der heute diagnostizierten Fälle verlaufen „ indolent (lat.: ohne Schmerzen) “ und schreiten nur sehr langsam fort, was bedeutet, dass es für diese Patienten unwahrscheinlich ist, dass klinische Symptome oder Komplikationen auftreten. Deshalb sterben viele Männer trotz Prostatakrebs letztlich an anderen, oft altersbedingten Ursachen, bevor dieser Krebs eine Auswirkung auf ihr Leben hat/haben konnte.

Das Fortschreiten von Prostatakrebs und dazugehörige Symptome

  1. Auf die Prostatabegrenzter Tumor: Prostatakrebs wächst gewöhnlich langsam und bleibt viele Jahre lang auf die Prostata begrenzt (Abbildung A). Während dieser Zeit zeigt der Tumor geringe oder keine Symptome.
    Tumor auf Prostata begrenzt
  2. Der Tumor breitet sich über die Prostatakapsel hinaus aus: Schreitet der Krebs voran, so kann er sich über die Prostata hinaus ausbreiten und später metastasieren. Zuerst breitet er sich in die umgebenden Gewebe aus (lokale Ausbreitung, Abbildung B). Der Harnstrahl kann abnehmen und das Wasserlassen insgesamt schwieriger werden. Am Ende kann es sogar zu einer plötzlichen und schmerzhaften vollständigen Harnverhaltung kommen, die akut behandelt werden muss. Gleiche Symptome können durch die viel häufigere gutartige Prostatavergrößerung verursacht werden, eine regelmäßige Vorsorge ist daher anzuraten. Schließlich kann sich PCa auf andere Körperregionen ausbreiten (Ausbreitung auf entfernte Regionen, Metastasierung), wie z. B. die Lymphknoten (Abbildung C), Knochen, Lunge und die Leber (Abbildung C). Der PCa befällt für gewöhnlich die Knochen der unteren Wirbelsäule oder des Beckens und verursacht dadurch Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Gehen. Diese Symptome werden deshalb am ehesten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs in Verbindung gebracht.

    Tumorausbreitung

Stadieneinteilung von Prostatakrebses (Staging)

Das TNM (Tumor, Knoten, Metastasen)-Klassifizierungssystem dient der Beurteilung, wie fortgeschritten der PCa ist, ob er zum Beispiel noch auf das Organ begrenzt ist oder sich bereits außerhalb der Prostata ausgebreitet hat. Das Stadium, in dem der Tumor auf die Prostata begrenzt ist, wird als T1 oder T2-Stadium bezeichnet. Hat sich der Tumor außerhalb der Prostata ausgebreitet, so wird er als Stadium T3 oder T4 bezeichnet. Männer mit T3 oder T4-PCa haben eine schlechtere Prognose als Männer im Stadium T1 oder T2. Die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach definiertem Stadium und erwarteter Progression (lat.: Fortschreiten) des Krebses voneinander. Bei indolenten, langsam wachsenden Tumoren kann statt einer Behandlung sogar eine regelmäßige Überwachung (im englischen als „active surveillance“ bezeichnet) sinnvoller sein als eine tatsächliche Therapie. Entscheidet man sich für eine Behandlung, so sind eine operative Entfernung der Prostata (radikale Prostataektomie), innere Bestrahlung (z.B. Seedsimplantation) oder Bestrahlungstherapie von außen, mit und ohne begleitende Hormontherapie die zur Zeit gängisten Behandlungsarten.

Prostate Cancer Institute

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